An unsere freunde

nautilus_pb

Description

Gerne hätten wir uns kurz gefasst. Auf Genealogien, Etymologien, Zitate verzichtet. Dass ein Gedicht, ein Lied genügen.
Gerne hätten wir gesehen, dass es reicht, »Revolution« auf
eine Mauer zu schreiben, damit die Straße Feuer fängt.
Doch es war nötig, die Gegenwart zu entwirren und stellenweise mit jahrtausendealten Verlogenheiten aufzuräumen.
Es ging um den Versuch, sieben Jahre historischer Erschütterungen zu verarbeiten. Und eine Welt zu durchschauen, in der aus einem Stumpf von Irrtum die Konfusion sprießt.
Wir haben uns die Zeit genommen zu schreiben, in der Hoffnung, dass andere sich die Zeit zum Lesen nehmen werden.
Schreiben ist eine Eitelkeit, wenn es nicht für den Freund
ist. Auch für den Freund, den man noch nicht kennt.
In den kommenden Jahren werden wir überall dort sein, wo
es brennt.
Während der Verschnaufpausen ist es nicht schwer, uns zu
finden.
Wir werden das hier begonnene Unterfangen einer Klärung
weiterführen.
Es wird Zeiten und Orte geben, wo wir unsere Kräfte ge-
gen logische Ziele bündeln werden.
Es wird Zeiten und Orte geben, um uns zu treffen und zu
diskutieren.
Wir wissen nicht, ob der Aufstand einem heldenhaften
Sturmangriff gleichen oder ob er in eine weltweite Tränenkrise münden wird – ein heftiger Gefühlsausbruch nach Jahrzehnten der Betäubung, des Elends, der Dummheit.
Nichts garantiert, dass nicht die faschistische Option der Revolution vorgezogen werden wird.
Wir werden tun, was es zu tun gilt.
Denken, angreifen, aufbauen – so ist die fabelhafte Leitlinie.
Dieser Text ist der Anfang eines Plans.
Bis sehr bald,



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